Michel Grevis

Ana-Lena Blumfeldts
Schmetterlingsschatten

Sieben Gedichte - sieben Briefe
1. Mai 1940 - 13. Oktober 1941

Uraufführung
im Rahmen des Festivals Act-In

- Konzept Frank Hoffmann
- Inszenierung Jacqueline Posing-Van Dyck
- Musik Camille Kerger
- Ausstattung Katharina Polheim
- Raumgestaltung Jacques Feitler
- Kostümassistenz Silvia Wohlmuth
- Programmheft Paul Dostert
- Produktionsleitung Carole Ensch

mit Evelyn Matzura

Premiere am 16. November 2001 um 20.00 Uhr
22., 25., 29. November, 2., 6., 9., 13., 16. Dezember um 18.30 Uhr
23., 24., 30. November, 1., 7., 8., 14., 15. Dezember um 20.00 Uhr

Villa Pauly
57, bd de la Pétrusse, L-2320 Luxembourg

Eine Coproduktion
THEATRE NATIONAL DU LUXEMBOURG / FESTIVAL ACT-IN
Le TNL remercie le Conseil National de la Résistance et le Centre de Documentation et de Recherches sur la Résistance pour leur soutien.

« Pour certaines de ces personnes, plus rien n'existe, pas un seul membre de la famille pour les pleurer, pas une tombe où elles auraient pu trouver le dernier repos, rien, strictement rien, effacées à tout jamais. »

Paul Cerf - Isi Finkelstein
in" Les juifs d'Esch"

Ana-Lena Blumfeldt, eine junge jüdische Frau, schreibt zwischen dem 1. Mai 1940 und dem 13. Oktober 1941 sieben Gedichte und sieben Briefe an ihre Freundin Marie Medernach.
Sie erzählt in diesen Briefen von ihrer ersten Liebe und macht Marie Medernach so zur intimen Mitwisserin des Erwachens ihrer selbst.
Ausser diesen 7 Dokumenten aus dem Nachlass der Marie Medernach ist vom literarischen Werk und Leben der Ana-Lena Blumfeldt nichts übrig geblieben.

Ana-Lena Blumfeldts Schmetterlingsschatten des jungen Luxemburger Autors Michel Grevis wurde bei Texte 2, dem europäischen Stückemarkt 2000 des TNL im Literaturzentrum Mersch, entdeckt. Das Stück setzt am Beispiel eines Einzelschicksals allen jüdischen Opfern des Naziterrors in Luxemburg ein Denkmal. Der letzte Brief datiert vom 13. Oktober 1941, dem Tag der Deportation der letzten in Luxemburg lebenden Juden nach Fünfbrunnen. Evelyn Matzura, die auf vielen großen Bühen Deutschlands zuhause ist, steht im Zentrum der Inszenierung von Jacqueline Posing-Van Dyck, nach einem Konzept von Frank Hoffmann und einer Musik von Camille Kerger. Der Abend findet in der Villa Pauly, dem ehemaligen Sitz der Gestapo in Luxemburg, statt. Über das Schicksal der Juden in Luxemburg hinaus, bietet dieser Ort den Anlass für eine wahre Reise in die Vergangenheit.